"Ciao Stau – mehr Platz fürs Rad": Motto der Fahrrad-Demo am 13. Juni
Der ADFC Ulm/Alb-Donau und Neu-Ulm sowie Fridays for Future hatten für Samstag, 13. Juni, zu einer Fahrraddemo aufgerufen. Das Motto: „Ciao Stau – mehr Platz fürs Rad!“. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten dem Ruf bei strahlend blauem Himmel.

Die Demonstration startete auf dem Ulmer Münsterplatz und führte 15 Kilometer auf von der Polizei gesicherten Straßen durch Ulm und Neu-Ulm. “Es war super”, freute sich Ulrike Schaz über die tolle Atmosphäre und die hohe Teilnehmerzahl. Familien, Pendler und Radbegeisterte setzten so ein starkes Zeichen für die Mobilitätswende. Ziel der Aktion war es, auf den enormen Platzbedarf des Autoverkehrs aufmerksam zu machen und das Fahrrad als Schlüssel für leisere, abgasfreie sowie klimafreundliche Städte zu positionieren. Angesichts der aktuellen, massiven Baustellen-Staus forderten die Organisationen ein Umdenken der lokalen Politik.
„Wir gehen auf die Straße, weil uns in beiden Städten die Entschlossenheit fehlt“, erklärte Ulrike Schaz vom ADFC Neu-Ulm. „Fahrräder brauchen weniger Platz, verursachen keinen Lärm und keine Abgase. Radfahren ist gut für die Menschen und das Klima. Wenn wir wollen, dass die Menschen umsteigen, müssen Ulm und Neu-Ulm jetzt sichere Radwege bauen. Stückwerk und Planungsstopps können wir uns nicht mehr leisten.“Derzeit lähmen zahlreiche Großbaustellen den Autoverkehr in der Doppelstadt. Ein höherer Anteil am Radverkehr könnte die überlasteten Straßen spürbar entlasten, so die Veranstalter. Dafür benötigen beide Städte jedoch eine sicherere und einladendere Radinfrastruktur. In Ulm sind nach Ansicht der beiden Organisationen trotz der Baustellen-Krise wichtige Radprojekte auf Eis gelegt. In Neu-Ulm wird das Fehlen eines durchgängigen Radnetzes kritisiert; das dortige Angebot gleiche bisher lediglich einem unvollständigen Stückwerk.
2018 erklärte die UN-Generalversammlung den 3. Juni zum Weltfahrradtag. Zum Weltfahrradtag demonstrierten die Veranstalter damit erneut für eine konsequente Mobilitätswende. Der von den Vereinten Nationen 2018 ausgerufene Aktionstag unterstreicht die Bedeutung des Radfahrens als nachhaltiges Verkehrsmittel und stärkt das Bewusstsein für dessen gesellschaftliche Vorteile. Er fordert dazu auf, den Radverkehr vor Ort genau zu betrachten.

