ADFC kritisiert Sperrung der Unterführung der Neuen Straße
Der Geh-/Radweg zwischen der Schillerstraße und dem Kino „Xinedome“ soll ab dem 24. Februar 2025 erneut für ein halbes Jahr gesperrt werden. Der ADFC kritisiert in einer Pressemitteilung die Sperrung der wichtigen Rad-Verbindung.
Der ADFC Kreisverband Ulm/Alb-Donau hat erst am 15. Februar 2025 über die App „Ulm baut
um“ erfahren, dass der Geh-/Radweg zwischen der Schillerstraße und dem Kino „Xinedome“ aufgrund von
Bauarbeiten ab dem 24. Februar 2025 erneut für ein halbes Jahr gesperrt wird. Ein knappes halbes
Jahr nach der letzten monatelangen Sperrung!
Die Radhauptverbindung von der Ulmer Innenstadt Richtung Westen wird rege genutzt: Für Januar
und Februar ermittelte die dort installierte Zählstelle im Tagesdurchschnitt 1273 Radfahrende, am
19.2.2025 waren es 1587. Im Sommer wird diese Zahl noch deutlich steigen.
„Die offiziell von der Stadt Ulm ausgewiesene Umleitungsstrecke wird den Bedürfnissen der
Radfahrenden nicht gerecht“, so Katrin Voß-Lubert, Vorsitzende des ADFC Kreisverbands Ulm/Alb-
Donau. „Sie stellt einen großen Umweg da und man muss zusätzliche Steigungen überwinden. Die
Haarnadelkurve, die auf die südliche Unterführung mündet, ist zudem nur mit Mühe zu fahren. Aus
Richtung Ehinger Tor ist die Kurve gar nicht zu meistern. Die Kehre ist zu spitz.“
Der ADFC hat gegenüber der Stadtverwaltung deutliche Kritik geäußert und klar gemacht, dass
eine Nachbesserung dringend erforderlich sei. Die beste Lösung wäre, in der Unterführung eine
Autospur für den Rad- und Fußverkehr abzutrennen. Ansonsten sollten die Radfahrer zumindest
wieder wie vor einem Jahr die südliche Unterführung durchgehend nutzen können, auch wenn es
dort eng ist. Hierzu müsste in der Neuen Straße ab Höhe des Hemperiums erneut eine Fahrspur für
den Radverkehr abgetrennt werden. Baubürgermeister von Winning hat dem ADFC zugesichert,
diese Option zu prüfen.
„Ulm ächzt gerade unter vielen Baustellen, und die großen kommen erst noch. Da ist es umso
wichtiger, gute Umleitungen für Radfahrende auszuweisen. Sie können dazu ermutigen, vom Auto
aufs Fahrrad umzusteigen, um nicht im Stau stehen zu müssen, und so die Straßen entlasten. Die
Umleitungsstrecke entlang der Neuen Straße, die ab kommenden Montag greift, motiviert nicht zum
Umstieg“, zieht Katrin Voß-Lubert Resümee.
Für Rückfragen: Katrin Voß-Lubert 0731-3799357